Jugendkonferenz am Mörike-Gymnasium
Was würdest du verändern, wenn du die Chance hättest, Politik mitzugestalten?
Genau diese Frage stand im Mittelpunkt bei der Jugendkonferenz am Freitag, den 27. März, am Mörike-Gymnasium. Dabei nutzten viele engagierte Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 8 bis Kursstufe 2 die Gelegenheit, ihre Ideen, Meinungen und Forderungen einzubringen und direkt mit Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Schülerinnen und Schüler aktiv eingebunden, indem sie sich mithilfe grüner und roter Karten zu verschiedenen politischen Fragestellungen positionieren sollten, wie beispielsweise „Sollten Reiche stärker besteuert werden?“ oder ,,Sollten Soziale Medien für Jugendliche stärker eingeschränkt werden?‘‘. Auf diese Weise konnten erste Meinungen sichtbar gemacht und unterschiedliche Standpunkte innerhalb der Gruppe deutlich werden.
Im Anschluss diskutierten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Thementischen miteinander. Dabei ging es um wichtige Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Wirtschaft und Beruf, Jugendbeteiligung, Frieden und Sicherheit, Demokratie und Staat sowie Schule und Bildung.
In den Gruppen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Meinungen und Erfahrungen aus. Sie besprachen Probleme, die sie in diesen Bereichen sehen, und entwickelten gemeinsam Ideen und Vorschläge, wie man Dinge verbessern könnte. Außerdem hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit anderen aus unterschiedlichen Klassenstufen ins Gespräch zu kommen und so verschiedene Meinungen kennenzulernen.
Im Plenum wurden anschließend die wichtigsten Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vorgestellt. Dabei präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre zentralen Forderungen und Vorschläge. Ein konkretes Beispiel war die Idee, ein anonymes Online-Portal für Schülerinnen und Schüler einzurichten. Dieses soll es ermöglichen, sich bei Problemen wie Mobbing Hilfe zu holen.
Neben Themen, die die Schule direkt betreffen, wurden auch Vorschläge für die Stadt Göppingen gemacht. Dazu gehört unter anderem der Wunsch nach mehr Freizeitangeboten und geeigneten Treffpunkten für Jugendliche. Darüber hinaus wurden auch Anliegen formuliert, die sich an die Landes- und Bundespolitik richten.
Ein besonderer Teil der Jugendkonferenz war die offene Diskussionsrunde mit eingeladenen Gästen, die sich in verschiedenen Ämtern und auf verschiedenen Ebenen politisch engagieren. Mit dabei waren die zukünftige Landtagsabgeordnete Mariska Ott (Bündnis 90/Die Grünen), Amidia Rahel Tok von der Kaufmännischen Schule Göppingen, die im Landesjugendbeirat und auch Jugendgremium Göppingen aktiv ist, sowie Moritz Hagen vom Mörike-Gymnasium, der ebenfalls Mitglied des Jugendgremium Göppingen ist.
In dieser Runde hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fragen direkt zu stellen und ihre Anliegen persönlich vorzubringen. Die Gäste hörten zu, gingen auf die Beiträge ein und erklärten, wie politische Entscheidungen getroffen werden und wie solche Verbesserungsvorschläge weitergegeben und eventuell auch umgesetzt werden können.
Die Ergebnisse der vielseitigen Diskussionsrunden der Jugendkonferenz wurden anschließend gesammelt und über ein Portal der Landesregierung an politische Entscheidungsträger in den Kommunen und auf Landesebene weitergeleitet.
Insgesamt war die Jugendkonferenz eine sehr gelungene Veranstaltung. Sie hat gezeigt, dass Jugendliche ihre Meinung einbringen möchten und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitwirken können.
Text: Louisa Speidel (KS2)
Bilder: Schule
Veröffentlicht: 22.04.2026
