Interreligiöser Abend am Mörike-Gymnasium: „Verzicht, der verbindet“

Am Dienstag, den 10. März 2026, fand am Mörike-Gymnasium ein besonderer Abend statt: Unter dem Motto „Verzicht, der verbindet – Fasten in den Religionen“ kamen zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte zu einem interreligiösen Austausch in der Mensa zusammen. Die große Zahl an Familien und die offene, herzliche Atmosphäre machten den Abend zu einem vollen Erfolg.

Der Termin war bewusst gewählt: In diesem Jahr lagen der Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan und der Beginn der christlichen Fastenzeit nur knapp einen Tag auseinander – eine Konstellation, die statistisch nur etwa alle 33 Jahre vorkommt. Diese besondere zeitliche Nähe bot eine ideale Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinsamkeiten zwischen religiösen Traditionen zu entdecken.

Der Abend bot Raum für Begegnung und Austausch: Viele Gäste berichteten, welche Bedeutung das Fasten in ihrem persönlichen Glauben oder in ihrem Alltag hat. Dabei ging es nicht nur um religiöse Praxis, sondern auch um Themen wie Selbstreflexion, Gemeinschaft und Solidarität. 

Ein gemeinsames vegetarisches Buffet, zu dem viele Gäste etwas beitrugen, sorgte zusätzlich für eine gemütliche und verbindende Atmosphäre. Für muslimische Gäste wurde außerdem das Fastenbrechen eingeplant, und es bestand die Möglichkeit, sich für ein Gebet zurückzuziehen.

Der Abend fand auch vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Diskussionen statt. Eine am selben Tag veröffentlichte repräsentative Studie, über die unter anderem die Tagesschau berichtete, zeigt, dass viele Menschen in Deutschland im Alltag Diskriminierung erleben. Gerade deshalb sind Begegnungen und Gespräche zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen besonders wichtig. Veranstaltungen wie dieser interreligiöse Abend können dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und gegenseitiges Verständnis zu stärken.

Organisiert wurde der Abend maßgeblich von Herrn Eckert, der als Hauptorganisator gemeinsam mit der SMV die Planung übernommen hatte. Ein besonderer Dank gilt außerdem Frau Zieger und Herrn Leutfeld, die die Veranstaltung unterstützten und mitgestalteten. Ihr Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Abend für viele zu einer bereichernden Erfahrung wurde.

Die positive Resonanz der Gäste zeigt: Gemeinsame Gespräche, gemeinsames Essen und gegenseitiges Interesse verbinden – über religiöse Grenzen hinweg. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten den Wunsch, ähnliche Begegnungen auch in Zukunft zu veranstalten und noch mehr Gäste zu gewinnen. 


Text/Bilder: Schule
Veröffentlicht: 31.03.2026