Deutschkurs analysiert Beiträge in den sozialen Medien
In den vergangenen Wochen beschäftigte sich der Deutsch-Basiskurs von Herrn Wellm mit den Kommunikationsstrategien in sozialen Medien. Dabei analysierten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Videos auf der Plattform „TikTok“, in denen über politische Themen berichtet wird. In diesem Rahmen nahmen sie auch am Landeswettbewerb „Politik in 60 Sekunden“ teil.
Bei der Analyse trafen die Schüler auf verschiedenste Zitate, wie dieses sehr bekannte Beispiel: „Und bei der Migration sind wir sehr weit. […] Aber wir haben natürlich im Stadtbild immer noch dieses Problem.“ Dieser Auszug aus einer Pressekonferenz, in der sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zum Thema „Migration“ äußerte, wird von vielen als kontrovers wahrgenommen, und auch in den sozialen Medien erhielt Merz für seine Aussage viel Kritik.
Gerade für Jugendliche spielen soziale Medien eine immer größere Rolle bei der politischen Meinungsbildung. Plattformen wie TikTok sind frei zugänglich, und jede Person kann dort Inhalte veröffentlichen. Dadurch entsteht die Gefahr, dass Fake News verbreitet werden oder politische Aussagen verzerrt dargestellt werden. „In den sozialen Medien sollte man besonders darauf achten, ob Informationen wirklich stimmen“, erklärt der Schüler Furkan. Deshalb ist es wichtig, politische Inhalte kritisch zu hinterfragen und verschiedene Quellen miteinander zu vergleichen.
Auch aus schulischer Sicht ist dieses Thema von großer Bedeutung. In ihrer Stellungnahme betont unsere Schulleiterin Maria Rauhut die Verantwortung der Schule im Umgang mit digitalen Medien: „In meiner Rolle als Schulleiterin eines allgemeinbildenden Gymnasiums ist es mir sehr wichtig, Schülerinnen und Schüler auf eine zunehmend digitale und medial geprägte Gesellschaft vorzubereiten. Die Kommunikationsstrategien politischer Parteien in den sozialen Medien prägen maßgeblich die politische Meinungsbildung junger Menschen. Daher ist es wichtig, diese Strategien kritisch zu analysieren, um Manipulation, Verzerrung oder Vereinfachungen besser erkennen zu können. Im Basiskurs Deutsch lernen die Schülerinnen und Schüler zudem, Sprache nicht nur zu verstehen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen und zu analysieren. Gerade in sozialen Netzwerken zeigt sich, wie Sprache gezielt eingesetzt wird, um Emotionen auszulösen und Aufmerksamkeit zu gewinnen. Die Auseinandersetzung mit diesen Mechanismen stärkt die Medienkompetenz und Urteilsfähigkeit der Lernenden. Damit leisten wir als Gymnasium einen wesentlichen Beitrag zu mündiger politischer Teilhabe.“
Durch die Teilnahme am Landeswettbewerb konnten wir nicht nur unser Wissen über politische Kommunikation erweitern, sondern auch lernen, bewusster und kritischer mit Inhalten in sozialen Medien umzugehen. „Durch die Analyse der „TikTok“-Videos habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Informationen zu hinterfragen“, schlußfolgerte der Schüler Joshua Tan.
Text: Joshua Tan (KS2)
Veröffentlicht: 21.01.2026
Anmerkung: Dieser Bericht ist im Rahmen des materialgestützten Schreibens im Basiskurs der Kursstufe 2 entstanden.
